Aktuell

Schweiz: Biobetriebe behaupten sich beim Strukturwandel

(18.08.2015) Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der Schweiz ist im vergangenen Jahr insgesamt zurückgegangen; gleichzeitig wurden allerdings mehr ökologisch wirtschaftende Betriebe gezählt als noch ein Jahr zuvor. Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) vergangene Woche mitteilte, gab es 2014 54.046 Agrarbetriebe, das waren 2,1 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Ausschlaggebend war dabei das Minus von 2,7 Prozent auf 47.851 konventionelle Höfe; dagegen wirtschaftenden 2,4 Prozent (=6.195 Betriebe) mehr ökologisch als noch 2013. Insgesamt 134.000 Hektar und damit knapp acht Prozent der landwirtschaftlichen Gesamtfläche wurden 2014 biologisch bewirtschaftet.

Ökofläche doch gewachsen: BLE korrigiert Zahlen von 2013

(17.08.2015) Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat die Daten zur Ökoanbaufläche für 2013 korrigiert. Demnach belief sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche 2013 deutschlandweit auf rund 1,045 Millionen Hektar. Damit ist die Anbaufläche in 2014 (1,048 Millionen Hektar) um 0,3 Prozent gewachsen. Zunächst war die Ökofläche für 2013 auf rund 1,056 Millionen Hektar beziffert worden. Für 2014 hätte sich so eine Minderung um 1,2 Prozent ergeben. Dennoch bedeuten die aktualisierten Zahlen den geringsten Zuwachs der Bioanbaufläche seit Beginn der Erfassung in 1996. Eine Sprecherin des Bundesagrarministeriums begründete laut taz die ursprünglichen Fehler damit, dass „unvollständige Daten von Bundesländern übermittelt worden“ seien. Auf Nachfrage habe die BLE zudem erkärt, dass aus Versehen eine Tabelle auf ihrer Internetseite falsch aktualisiert worden sei. Andere Zahlen, wie etwa die der Biobetriebe, hat die BLE bislang nicht korrigiert.

Neue Ausschreibungen der bio-offensive

(11.08.2015) Für die Förderperiode 2015/2016 schreibt die bio-offensive neben den bekannten "Betriebs-Checks" diesmal auch zwei Beratungsangebote für Verarbeiter aus. Der Zuwachs in der heimischen Biolandwirtschaft hält nicht mit dem Marktwachstum mit. Es mangelt daher im deutschen Biomarkt zunehmend an einheimischen Rohstoffen. Immer mehr Bioverarbeiter bzw. Naturkosthersteller wollen aber die regionale oder nationale Herkunft ihrer Rohstoffe ausweisen. Sie stehen dabei in der Beschaffung vor neuen Herausforderungen in der Sicherheit der verfügbaren Menge und Qualitäten. Über zehn Prozent der konventionellen Landwirte wären an Biolandbau interessiert, scheuen aber v.a. aufgrund der als unsicher eingeschätzten Absatzbedingungen die Umstellung. Die bio-offensive unterstützt daher beide Seiten mit Beratungsangeboten. Bewerbungsschluss ist der 2. Oktober 2015

Trainees stellen Ergebnisse vor

(10.08.2015) Wie sieht das Bio der Zukunft aus? Der zwölfte Jahrgang des Traineeprogramms Ökolandbau stellt die Ergebnisse seines gemeinschaftlichen Projektes vor. Die Nachwuchskräfte haben über die drängendsten Fragen der Branche nachgedacht: Regional und Bio, eine neue Biobauerngeneration, Ökologisierung sowie die Zukunft der Biotierhaltung am Beispiel der Putenzucht. Die 25 Teilnehmer des Traineeprogramms haben über vier Monate an der Realisierung und Umsetzung ihrer Ideen gearbeitet und sich intensiv mit den vier Themenfeldern beschäftigt. Die Ergebnisse stellen sie im Netz vor. Ein eigens produzierter Erklärfilm gibt einen ersten Überblick. Vier Positionspapiere, als PDF-Download verfügbar, bieten Hintergrundinformationen.

20 Jahre Studiengang Ökolandbau in Kassel

(05.08.2015) An der Universität Kassel startete vor 20 Jahren der weltweit erste Studiengang für Ökolandwirtschaft auf Universitäts-Niveau. Damals noch als Exoten belächelt gelten die Kasseler Agrarwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler heute als Experten für weltweite Zukunftsfragen. Mit seiner Ausrichtung auf ausschließlich ökologische Agrarwissenschaften und nachhaltiges Wirtschaften stellt der Fachbereich in Witzenhausen eine Besonderheit dar. Vom Ackerboden über die Tierzucht bis zur Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte erforschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an 20 Fachgebieten Aspekte nachhaltiger und gerechter Ernährungs- und Energiekreisläufe. Von den rund 1000 Studierenden in Witzenhausen kommt jeder fünfte aus dem Ausland, in den englischsprachigen und international ausgerichteten Masterstudiengängen sind es mehr als die Hälfte.

Neue Wege zum Tierwohl

(04.08.2015) Die FiBL-Projekte GmbH setzt sich für das Wohl von Nutztieren ein. Sie ist Teil der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im September 2014 gestarteten Initiative „Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl“. Das beinhaltet auch die Durchführung der Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz. Ziel des Projektes ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verbesserung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung praktisch anzuwenden. Als Tierschutzkompetenzzentrum organisieren der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen und die FiBL-Projekte GmbH Netzwerktreffen, beraten Betriebe während des Teilnahmeprozesses und begleiten sie in ihrer Weiterentwicklung.

Biomilch stabil in der Preiskrise

(29.07.2015) Die Erzeuger von Biomilch in Deutschland haben im bisherigen Jahresverlauf keine Abschläge beim Milchgeld hinnehmen müssen. Laut einer Erhebung des Verbandes Bioland bei bundesweit 35 Ökomolkereien ist der Milchpreis zuletzt sogar leicht gestiegen. Er lag im Juni 2015 für ein Kilogramm ab Hof im Bundesmittel bei 47,4 Cent; das waren 0,1 Cent mehr als im Mai und 0,4 Cent mehr als zu Beginn des Jahres. Auch im Vorjahresvergleich ist kaum ein Minus festzustellen. Nach Angaben des Ökoverbandes haben im Juni insgesamt acht der 35 im Vergleich vertretenen Molkereien ihre Auszahlungsleistungen gegenüber dem Vormonat angehoben, und zwar zwischen 0,1 Cent/kg und 1,0 Cent/kg. Für Juli rechnet Bioland mit einer weiteren moderaten Preisbefestigung, da einige Milchverarbeiter bereits Milchpreiserhöhungen angekündigt haben. Marktexperten zufolge ist Ökomilch bei den Verbrauchern gefragt. Immer größer wird unterdessen der Preisabstand zur konventionell erzeugten Milch. Dort ist das Preisniveau für Milch mittlerweile unter die 30-Cent-Marke gerutscht und der Abstand zum Erzeugerpreis für Biomilch auf mehr als 17 Cent/kg angewachsen. Im Kalenderjahr 2014 belief sich die Differenz laut Bioland nur auf rund 11 Cent/kg.

KTBL veröffentlicht Zahlen zum Ökolandbau

(28.07.2015) Einen Überblick über den Biolandbau gibt das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) in einer neuen Publikation, die unter dem Titel "Faustzahlen für den Ökologischen Landbau" erschienen ist. Darin erhalten die Leser Antworten auf Fragen zur pflanzlichen und zur tierischen Erzeugung, zur Lagerung und Vermarktung sowie zur Betriebsführung und zur Biodiversität. Darüber hinaus geht das Kuratorium auf die besonderen Bedingungen des Ökolandbaus ein, vor allem auf die Kosten- und Leistungsstrukturen, aber auch auf die Möglichkeiten und Herausforderungen, etwa im Hinblick auf die Nährstoffversorgung und den Unkrautdruck. Laut KTBL werden mit den Faustzahlen Lücken geschlossen, wenn eigene Daten und Erfahrungen beispielsweise zur Überschlagsrechnung oder zu Vorplanungen fehlen. Die Inhalte werden in Tabellen strukturiert, in Grafiken veranschaulicht und in Texten erläutert. Die 760-seitige Schrift kostet in der Printversion 30 Euro und in der digitalen Ausgabe 27 Euro.

Bundespreis gegen Lebensmittelverschwendung

(22.07.2015) Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft würdigt ab sofort herausragende Ideen und Projekte im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung mit dem neuen "Zu gut für die Tonne!"-Bundespreis. Der Preis wird 2015 erstmals ausgelobt. Er steht allen offen: Unternehmen, Privatpersonen, NGOs, Kommunen, Verbänden, Schulklassen, sozialen Einrichtungen oder Bürgerinitiativen. Die Bewertung der eingereichten Projekte erfolgt nach fünf Kategorien: thematische Passgenauigkeit, Kreativität und Innovation, Engagement, Erfolg, Wiederholbarkeit und Vorbildcharakter. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 31. Oktober. Die Gewinner werden Anfang 2016 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung bekannt gegeben.

Ökolandbau & Klimaschutz: Poster zum Ausleihen

(20.07.2015) Passend zum "Internationalen Jahr der Böden" rückt die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) mit insgesamt acht Infopostern den Boden in den Mittelpunkt der Klimadebatte. Anschauliche Infografiken weisen auf die Bedeutung der Böden zur Klimaregulierung hin und zeigen die Vorteile unter ökologischer Bewirtschaftung auf. Wie viel Kohlenstoff speichern biologisch bewirtschaftete Böden? Durch welche Methoden des Ökolandbaus lässt sich CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre entziehen? Diese und weitere Informationen liefern die neuen Infoposter. Interessierte, die ihr Bodenbewusstsein schärfen wollen, können die Poster ab sofort bei der SÖL ausleihen.

Ausstieg aus routinemäßigem Schnabelkürzen

(17.07.2015) Als einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative „Eine Frage der Haltung“ haben Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und die Geflügelwirtschaft gestern den Ausstieg aus dem routinemäßigen Schnabelkürzen bei Legehennen und Mastputen besiegelt. Mit der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft ab dem 1. August 2016 keine Schnäbel mehr zu kürzen und ab dem 1. Januar 2017 auf die Einstallung von schnabelgekürzten Junghennen zu verzichten. Unterzeichner dieser für den Tierschutz in der Nutztierhaltung wegweisenden Vereinbarung sind der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V., der Bundesverband Deutsches Ei e.V. sowie der Verband Deutscher Putenerzeuger e.V.

BIOFACH 2016: Organic 3.0 - Handeln für mehr Bio!

(14.07.2015) Vom 10. bis 13. Februar 2016 findet in Nürnberg die BIOFACH statt. Unter dem Motto "Organic 3.0 - Handeln für mehr Bio!" präsentiert die Biobranche ihren konzeptionellen Rahmen, wie sie sich die Zukunft der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft vorstellt. Der internationale Schirmherr der BIOFACH, IFOAM - Organics International, sowie ihr nationaler ideeller Träger, BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft) bringen sich als Partner ein. Branchenziele: mehr Ökolandbau und hochwertige Bioprodukte weltweit. Ende 2013 betrug der globale Umsatz mit Bioprodukten gemäß der von IFOAM gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) veröffentlichten Zahlen 72 Milliarden US-Dollar (44 Prozent mehr als fünf Jahre vorher). Der Marktanteil bleibt jedoch weiter gering: Nur ein Prozent der Lebensmittel weltweit werden ökologisch erzeugt. Die Spannbreite zwischen Wachstum und dem weiten Weg zur Ernährungswende beschäftigt die Biobewegung. Studien belegen: Ein Umbau der globalen Land- und Ernährungswirtschaft ist zwingend, um drängenden Herausforderungen zu begegnen. Der Dialog „Organic 3.0 – Handeln für mehr Bio!“ richtet sich an die Biobewegung und an Akteure außerhalb der Branche. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis über mittel- und langfristige Handlungsziele zu entwickeln. Dabei hat die Branche vor allem Politik, Privatsektor, Zivilgesellschaft und Biodienstleister im Fokus.

Fördergelder bei Umstellungsberatung

(13.07.2015) Erstmals können landwirtschaftliche Betriebe, die sich bei der Umstellung auf ökologischen Landbau beraten lassen wollen, eine finanzielle Unterstützung von bis zu 4.000 Euro erhalten. Bislang war der Betrag auf 2.000 Euro gedeckelt. Die Förderung kann über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragt werden. Landwirte haben dadurch die Möglichkeit, von einem bei der BLE registrierten Berater eine umfassende, individuelle Unterstützung bei der Umstellung in Anspruch nehmen. Der Zuschuss umfasst bis zu 50 Prozent der gesamten Beratungskosten. Ein Förderantrag kann bis zum 15. November 2018 gestellt werden.

Ökoflächen erstmalig rückläufig

(13.07.2015) 2014 wurden in Deutschland 1.047.633 Hektar Fläche von 23.398 Biolandwirten bewirtschaftet, wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mitteilte. Damit betrug der Anteil der Biobetriebe an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe im vergangenen Jahr 8,2 Prozent, der Bioflächenanteil 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr kamen zwar 127 Ökobetriebe hinzu, die Biofläche verringerte sich jedoch um 13.036 Hektar. Laut BMEL umfasste der Biosektor 2014 insgesamt 35.927 Erzeuger, Verarbeiter, Aufbereiter, Importeure und Handelsunternehmen. Ein deutlicher Zuwachs ist bei den Betrieben, die Bioprodukte sowohl verarbeiten als auch importieren zu verzeichnen. Mit 1.020 waren hier 11,48 Prozent mehr Betriebe als im Vorjahr tätig. Die reinen Handelsunternehmen verzeichnen bei einer Anzahl von 2.527 einen Zuwachs von fast zehn Prozent. Auch die Zahl der ausschließlich verarbeitenden Betriebe im Ökosektor liegt rund drei Prozent über dem Vorjahresniveau.

Internationale PIWI Weinpreisverleihung

(08.07.2015) Am 5. Juli 2015 haben ECOVIN, der Bundesverband ökologischer Weinbau und PIWI International e.V. den vierten Internationalen PIWI Weinpreis verliehen. Unter der Schirmherrschaft der drei Landwirtschaftsministerien Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg wurden fast 50 Weine von 25 Winzern aus sechs Ländern ausgezeichnet. PIWIs (pilzwiderstandsfähige Rebsorten) rücken immer mehr in das Interesse der Weinwelt, da sie durch ihre größere Robustheit eien weitaus geringeren Pflanzenschutzbedarf haben. PIWI International e.V. hat sich die Förderung der pilzresistenten Sorten auf die Fahnen geschrieben. Der Internationale PIWI Weinpreis hat seit seiner Gründung im Jahr 2011 maßgeblich zur Steigerung des Bekanntheitsgrades dieser bemerkenswerten Reben beigetragen. Bei ECOVIN ist etwa ein Viertel der deutschen Biorebfläche verbandlich organisiert. Aktuell bewirtschaften 217 Mitgliedsbetriebe rund 1.652 Hektar Rebfläche, darunter auch zahlreiche VDP Mitglieder, in 12 Weinanbaugebieten.

Neue Ökologie & Landbau: Intensivierung

(06.07.2015) Im Jahr 2050 werden jedem Menschen nur noch 1.400 Quadratmeter Ackerfläche zur Verfügung stehen. Wie sich alle ausreichend ernähren sollen, darüber wird seit Jahren diskutiert. Ein verändertes Ernährungsverhalten in den Industrieländern mit einem deutlich reduzierten Fleischkonsum steht sicherlich ganz oben auf der Prioritätenliste, genauso wie weniger Lebensmittelverschwendung. Aber es muss ebenso eine Debatte über eine höhere Flächenproduktivität – auch im Biolandbau – geführt werden. Intensivierung in der Biolandwirtschaft kann nicht bedeuten, einfach den Einsatz von Dünger oder Pflanzenschutzmitteln zu erhöhen. Vielmehr geht es darum, mit besseren Verfahren den Ertrag zu steigern. Gleichzeitig muss aber auch diskutiert werden, inwieweit die Systemgrenzen des Biolandbaus verhandelbar sind. Die „Nachhaltige Intensivierung“ wird als Zukunftsperspektive für die Landwirtschaft angesehen. Ökologie & Landbau zeigt in ihrer aktuellen Ausgabe auf, wie sich der Ökolandbau in diesem Kontext positioniert und welche Rolle beispielsweise Agrarroboter oder Aquaponik spielen können. Kontrovers diskutiert wird in diesem Zusammenhang auch der Einsatz von sogenannten Bioherbiziden.

16,50 Euro pro Ringelschwanz

(06.07.2015) Niedersächsische Schweinemäster, die bei ihren Tieren auf das Kupieren der Ringelschwänze verzichten, können ab sofort pro Tier 16,50 Euro Prämie erhalten. Diese Ringelschwanzprämie werde aber nur an Landwirte ausgezahlt, bei denen zu jeder Zeit im Mastdurchgang mindestens 70 Prozent der Tiere mit unversehrtem Ringelschwanz ausgestattet sind. Zudem sei die gleichzeitige Haltung von kupierten und unkupierten Tieren in einer Gruppe nicht erlaubt. Maximal können Prämien für 1.000 Tiere pro Hof beantragt werden. Auch für die verbesserten Haltungsbedingungen von Legehennen will Niedersachsen Prämien auszahlen. Für beide Maßnahmen stehen bis 2020 28 Millionen Euro bereit. Die Tiere müssen im beantragten Förderungszeitraum regelmäßig von einem Tierarzt begutachtet werden. Nach Darstellung auf der Internetseite des Agrarressorts sollen die Anträge bis Ende August bewilligt werden; ab dem 1. Dezember beginnen die Verpflichtungen, die bis zum 30. November 2016 laufen. Bis zum 1. Juni 2017 soll die Zuwendung ausgezahlt werden.