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Die
Stiftung Ökologie & Landbau lädt am
Donnerstag, 18.02.2010
zu zwei Veranstaltungen auf die BioFach in Nürnberg ein:
13.00 Uhr, Raum Hongkong: Podiumsdiskussion "Small
is beautiful?!" Ökolandbau zwischen kleinen Strukturen
und großen Unternehmen
13.00 Uhr, Raum Prag: Erfolgreiche Landwirte kennen ihre
Zahlen! Betriebsvergleich und Betriebszweigauswertung als Controllinginstrumente
für den ökologisch wirtschaftlichen Landwirt
(08.02.2010)
Der Naturschutzbund
Deutschland (NABU) hat eine neue Studie zum "Klimaschutz in der Landwirtschaft"
vorgestellt. Der NABU fordert darin ein verbindliches Aktionsprogramm für
mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft. Ziel muss sein, den Ausstoß
klimaschädlicher Treibhausgase zu verringern und gleichzeitig Natur und
Umwelt weniger zu belasten. Wichtige Punkte sind ein Umbruchverbot für
Grünland, der dauerhafte Schutz von Mooren, strengere Regeln zum Einsatz
von Düngern und mehr Ökolandbau. Der NABU befürchtet, das bei
einem Weiter so wie bisher die deutsche Landwirtschaft ihre Treibhausgasemissionen
bis 2020 gerade mal um 20 Prozent gegenüber 1990 verringern wird. Notwendig
sei aber eine Minderung um 40 Prozent. Im anstehenden Reformprozess der EU-Agrarpolitik
müsse sich Deutschland daher vorrangig dafür einsetzen, dass Fördermittel
künftig nur noch für öffentliche Güter ausgegeben würden,
zu denen insbesondere der Klimaschutz gehöre.
(02.02.2010)
Die Stiftung Ökologie & Landbau lädt ein: Thomas Cierpka, Senior
Manager bei der International Federation of Organic Agriculture Movements
(IFOAM), referiert zum Thema Welternährung und Ökolandbau: Von den
aktuell rund 6,6 Milliarden Menschen hungern etwa eine Milliarde, die Mehrheit
davon landlose Landarbeiter und Kleinbauern. 8,8 Millionen Menschen sterben
jährlich an Hunger. Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche pro Kopf
ist gesunken und sinkt weiter. Die Landwirtschaft ernährt heute etwa
drei Milliarden Menschen mehr als vor 50 Jahren, eine Revolution durch Industrialisierung
der Landwirtschaft mit den bekannten Folgen für die Böden, das Klima,
die Arten- und Sortenvielfalt etc. In 40 Jahren werden weitere 2,5 Milliarden
Menschen auf der Erde leben, die ernährt werden wollen. Eine weitere
"Revolution" in der Landwirtschaft ist also notwendig - eine Chance
für den Ökolandbau.
(28.01.2010)
Nach Ansicht des Bundesamtes
für Naturschutz (BfN) hat die Agrarpolitik trotz einer Reihe von
Anpassungsprozessen weiterhin negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt.
Das BfN fordert deshalb eine ökologische Umorientierung der Gemeinsamen
Agrarpolitik (GAP). Ziel müsse es sein, eine effizientere Erhaltung der
Biodiversität in der Agrarlandschaft und einen größeren Beitrag
der Landwirtschaft zum Klimaschutz zu erreichen. Dies erklärte die Präsidentin
des BfN, Beate Jessel anlässlich des Zukunftsforums "Ländliche
Räume" auf der Grünen Woche. Notwendig sei eine deutliche Veränderung
der Agrarförderung in Richtung einer Honorierung ökologischer Leistungen,
um die Ziele des integrativen Naturschutzes im Rahmen einer multifunktionalen
Landwirtschaft zu erreichen. Daneben solle es weiterhin einen Ausgleich für
höhere Natur- und Umweltschutzstandards in der EU geben. Schließlich
müsse ökologisch wertvolles Dauergrünland erhalten werden,
weil es wichtig für die Sicherung der biologischen Vielfalt ist.
(25.1.2010)
Die Agrarpolitik muss sozialer und ökologischer ausgerichtet werden.
So lautete eine der Kernbotschaften bei der Jubiläumsveranstaltung zu
10 Jahren Förderpreis
Ökologischer Landbau und Tag des Ökologischen Landbaus in Berlin
des Bundesministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Franz Fischler,
ehemaliger EU-Kommissar für Landwirtschaft, betonte dass die Landwirtschaft
nicht nur die Aufgabe hat "gesunde Lebensmittel zu produzieren, sondern
auch die Landschaft und Umweltgüter zu erhalten und soziale Sicherheit
für die Menschen zu gewährleisten." Der Ökologische Landbau
sei ein System, mit dem diese Ziele gleichzeitig erreicht werden könnten.
Der BÖLW unterstrich dabei das besondere Innovationspotenzial der Biobetriebe.
Um die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit ernst zu nehmen und in der Landwirtschaft
umzusetzen, müssen jedoch die politischen Rahmenbedingungen so gestaltet
werden, dass die gesamte Landwirtschaft nachhaltig ist und eine energieeffiziente,
flächengebundene und umweltfreundliche Landwirtschaft überall umgesetzt
wird.
(22.01.2010)
Der diesjährige Bundessieger beim Förderpreis
Ökologischer Landbau ist der Bioobsthof
Augustin aus Jork in Niedersachsen. Der Förderpreis wird jährlich
vom Bundeslandwirtschaftsministerium
ausgeschrieben. Ministerin Ilse Aigner übergab die Auszeichnung im Rahmen
des Tag des Ökolandbaus auf der Grünen Woche in Berlin. Dem Ökoobsthof
wurde der Preis für dessen besondere Leistungen im Naturschutz, der Landschaftsgestaltung
sowie im Ressourcenschutz verliehen, hieß es in der Begründung
der Jury. Jeweils einen zweiten Preis erhielten der Verein
Bunde Wischen e.V. aus Schleswig in Schleswig-Holstein und die Baumschule
Pflanzlust aus Wolfhagen-Nothfelden in Hessen. Seit 2001 werden mit dem
Förderpreis Ökologischer Landbau jährlich drei ökologisch
wirtschaftende Betriebe ausgezeichnet, denen es in besonderem Maße gelungen
ist, erfolgreiche Unternehmen aufzubauen und damit positiv in der Region und
in der Gesellschaft zu wirken.
(21.01.2010)
Der "Kritische
Agrarbericht 2010" ist als Buch erschienen. In 47 Beiträgen
von Autoren aus Wissenschaft und Praxis sowie aus Verbänden und Politik
werden die agrarpolitischen Geschehnisse im Jahr 2009 analysiert und die Weichenstellung
für die Zukunft diskutiert. Angesichts der prekären Entwicklung
wurde den Böden der Schwerpunkt dieses Kritischen Agrarberichts gewidmet.
Die Schwerpunktbeiträge beschäftigen sich mit zentralen Fragen der
Bodennutzung und des Bodenschutzes sowie der Entwicklung von Böden. Weitere
wichtige Themen sind der derzeitige Industrialisierungsschub in der Tierhaltung,
die positiven Klimaeffekte einer bäuerlichen, solargestützten Erzeugung
von Lebensmitteln sowie die Fehlentwicklungen in der intensiven Fischwirtschaft
und die ökologischen Alternativen im Bereich der Aquakultur. Seit 1993
veröffentlicht das AgrarBündnis
jährlich mit dem "Kritischen Agrarbericht" eine Zusammenfassung
der agrarpolitischen Debatten.
(14.01.2010)
Die Ausgabe 1/2010 der Fachzeitschrift Ökologie & Landbau ist erschienen.
Der Ökonom und Philosoph Ernst Friedrich Schumacher mahnte bereits vor
über 30 Jahren in seinem Weltbestseller "Small is beautiful"
zur Suche nach dem rechten Maß. ÖKOLOGIE & LANDBAU greift seine
Ideen auf und beschreibt, welche Konzepte sich schon bewährt haben, mit
anderen Mitteln eine langfristig nachhaltige Wirtschaft zu ermöglichen
und warum kleinere, menschengemäße Landwirtschaftsstrukturen neue
Perspektiven eröffnen, oder wie der Strukturwandel in der Biolandwirtschaft
echte Nachhaltigkeit gefährden kann. Aber es wird auch gezeigt, dass
große Strukturen in der Ökobranche Bio überhaupt erst salonfähig
gemacht haben.
Weitere Themen dieser Ausgabe: Ist die Zukunft hornlos? - Meinungen zu Enthornung
und Zucht genetischer Hornlosigkeit in der Ökotierhaltung. Länderberiecht
Mexiko - die ökologische Milchwirtschaft im Bundesstaat Chiapas fasst
Fuß. Ökologische Produkte sind Klimaschoner - eine Studie hat die
Klimavorteile von Bioprodukten erneut nachgewiesen.
(13.01.2010)
Zum Auftakt der Internationalen Woche in Berlin präsentiert der Bund
Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW ) die Bilanz des Biosektors
für das Jahr 2009: die Zahl der Ökobetriebe nahm um 6,0 Prozent
auf 11.030 Betriebe und die Anbaufläche um 5,2 Prozent auf insgesamt
653.339 Hektar zu. Nach einer vorläufigen Schätzung stagnierte der
Umsatz des gesamten Biomarktes 2009 auf dem Niveau des Vorjahres oder war
leicht rückläufig. Einbußen beim Bioumsatz haben vor allem
der Lebensmitteleinzelhandel und besonders die Discounter zu verzeichnen.
Der Umsatz im Fachhandel wuchs dagegen um ca. vier Prozent und vergrößerte
seinen Anteil am gesamten Biomarkt. Im Vergleich zum gesamten Lebensmittelmarkt
kann sich der Bio-Markt insgesamt gut behaupten: Während der Umsatz insgesamt
im Jahr 2009 um 2,4 Prozent abnahm, ist der Rückgang im Biomarkt deutlich
geringer. Aufgrund insgesamt rückläufiger Preise ist der Mengenabsatz
von Bioprodukten auch im Jahr 2009 weiter gestiegen.
(11.01.2010)
- "Lernort Bauernhof - Goldgrube oder Idealismus pur?" - das Thema
der diesjährigen Bundestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft
Lernort Bauernhof (BAGLoB) trifft auf großes Interesse. "Wie
aktuell und wichtig der Schwerpunkt ist, zeigt die überwältigende
Anzahl der bisherigen Anmeldungen", sagt Hans-Heiner Heuser, Studienleiter
der Evangelischen Landjugendakademie
in Altenkirchen, die gemeinsam mit der BAGLoB die Veranstaltung ausrichtet.
Auf der Konferenz wird u. a. Lernen auf dem Bauernhof als zusätzliche
Einkommensquelle für Betriebe diskutiert. Dabei soll besonders das Spannungsfeld
zwischen einer Professionalisierung der Angebote und den Werten und Idealen
der nachhaltigen Lebensmittelproduktion und Ernährung ein Thema sein.
"Es zeigt sich, dass dies genau die Bedürfnisse von interessierten
Anbietern und "alten Hasen" der Lernort Bauernhof-Bewegung trifft",
so Heuser. Anmeldungen sind noch bis zum 24.01.2010 möglich.
(04.01.2010)
Die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) hat den Zuschlag zur weiteren
Durchführung des Traineeprogramms Ökolandbau von der Bundesanstalt
für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) erhalten. Die seit 2002
bewährte Ausbildung für junge Hochschulabsolventen mit einem Berufsziel
im Ökolandbau kann damit bis Ende 2012 fortgeführt werden. Anschließend
besteht die Option zur Verlängerung um ein Jahr. Nunmehr in der siebten
Runde werden im Traineeprogramm Ökolandbau jährlich 25 neue Fach-
und Führungskräfte ausgebildet. Die SÖL koordiniert die Ausbildung
gemeinsam mit ihren Partnern: Assoziation Ökologischer Lebensmittelhersteller
(AOEL), Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Bundesverband
Naturkost und Naturwaren Herstellung und Handel (BNN) und Konferenz der Kontrollstellen
(KdK). Das Traineeprogramm Ökolandbau ist Teil des Bundesprogramms Ökologischer
Landbau, initiiert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz.