Aktuell

Artenvielfalt schützt das Klima

(22.04.2015) Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena haben im Rahmen einer Studie erstmals belegt, dass die biologische Vielfalt der Pflanzen zu einer längerfristigen Kohlenstoffspeicherung im Boden führt, weil sie eine vielfältigere Zusammensetzung und größere Aktivität der mikrobiellen Gemeinschaft zur Folge hat. Wie die Wissenschaftler jetzt mitteilten, erhöht der Artenreichtum nicht nur die Bildung pflanzlicher Biomasse, sondern steigert auch die Aktivität und die genetische Vielfalt der Bodenmikroorganismen. Bei dem Langzeitexperiment, das die Max-Planck-Forscher gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena betreiben, wurden Wiesenflächen unterschiedlicher Artenvielfalt miteinander verglichen, die über neun Jahre lang gleichen Umweltbedingungen ausgesetzt waren. Die Wissenschaftler erkannten, dass artenreiche Wiesen im Gegensatz zu artenarmen den Mikroorganismen im Boden mehr Nahrung und Rohstoffe zur Verfügung stellten und gleichzeitig günstigere Umweltbedingungen boten. Diese Faktoren führten zu einer höheren genetischen Vielfalt und insbesondere zu einer gesteigerten Aktivität der mikrobiellen Gemeinschaft. Letztere habe aber wider Erwarten nicht zum verstärkten Abbau von kohlenstoffhaltiger Substanz im Boden geführt, so die Forscher. Vielmehr habe die mikrobielle Gemeinschaft dem Boden mehr Kohlenstoff hinzugefügt, weil sie mehr pflanzliche Biomasse umgewandelt habe. Die Wissenschaftler folgern daraus, dass der Stoffwechsel der Mikroorganismen bei hoher Biodiversität zugunsten des Stoffaufbaus offenbar verschoben wird.

Neues Logo für Bio und Vegan

(21.04.2015) Der Verein VegOrganic will ein unabhängig kontrolliertes Gütesiegel für pflanzliche Lebensmittel in Bio-Qualität auf den Markt bringen: EcoVeg. Bis zum September 2015 sollen alle Voraussetzungen dafür geschaffen sein. Zwar gibt es die - auch im Bio-Bereich verwendeten - Vegan-Auslobungen wie das vom Vegetarierbund verliehene V-Label oder die Vegan-Blume der britischen Vegan Society. „Doch sie werden nicht transparent und unabhängig kontrolliert“, sagt Alexander Beck, Geschäftsführer der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AoeL). Der Verein erarbeitet derzeit Richtlinien und Zertifizierungsbedingungen und will das Zeichen ab September Herstellern und Händlern als Trägerverein zur Verfügung stellen. Entscheidendes Gremium des Vereins soll ein Richtlinienausschuss sein, in dem Wissenschaftler und Verbraucher ebenso vertreten wären wie Experten der Bio-Kontrolle, des Lebensmittel- und Markenrechts und der Qualitätssicherung. Sie sollen über die Regeln und Prüfbestimmungen für die Vergabe des Siegels entscheiden.

Sieben weitere "Öko-Modellregionen" in Bayern

(21.04.2015) Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat sieben weitere bayerische Gemeindebündnisse zu "Öko-Modellregionen" ernannt. Laut Angaben des Münchener Agrarressorts sind die sieben Regionen die Gewinner einer zweiten Wettbewerbsrunde zur Modellregion, die nach dem großen Zuspruch im vergangenen Jahr ausgelobt worden war. "Die Bündnisse haben überzeugende Strategien präsentiert, wie sie Ökologie, Regionalität und Nachhaltigkeit zukunftsweisend umsetzen wollen", erklärte der CSU-Politiker. Brunner will die Urkunden am 18. Mai bei einem Festakt in seinem Haus überreichen. Gemeinsam mit den fünf Siegern der ersten Auswahlrunde gibt es damit jetzt landesweit zwölf "Öko-Modellregionen". Der Wettbewerb ist Bestandteil des Landesprogramms "BioRegio Bayern 2020", mit dem Brunner die Ökoproduktion im Freistaat voranbringen will.

Forderung nach "Agrarwende im Sinne der Honigbiene"

(20.04.2015) Verschiedene Ansätze zur Förderung der heimischen Honigbienenpopulation sind auf der Tagung "Was braucht die Honigbiene?" deutlich geworden. Die Veranstaltung wurde vom Anbauverband Demeter zusammen mit seiner Bundesfachgruppe Bienenhaltung und der Mellifera-Vereinigung Ende März in Kassel ausgerichtet. Der Vizepräsident des Deutschen Imkerbundes, Eckard Radke, forderte eine gemeinsame politische Arbeit an einer Agrarwende im Sinne der Honigbiene. Michael Olbrich - Majer von Demeter warf der heimischen Landwirtschaft vor, bislang zu bienenvergessen zu sein. Für eine stärkere Zusammenarbeit der Imker plädierte Thomas Radetzki von Mellifera. Die Demeter-Bundesfachgruppe Bienenhaltung verlangte die Weiterentwicklung der aktuellen Richtlinien für die Demeter-Bienenhaltung. Bislang stellten diese für die Probleme der Bienenhaltung keine fertige Lösung dar.

Agrarminister wollen deutschen Ökoaktionsplan

(16.04.2015) Die Mehrzahl der Agrarminister der Bundesländer haben auf ihrer letzten Konferenz die Pläne von Bundesagrarminister Christian Schmidt begrüßt, einen nationalen Ökoaktionsplan einzuführen. In den nun veröffentlichten Beschlüssen der Agrarministerkonferenz heißt es, von einem nationalen Aktionsplan erwarten sie eine deutliche Ausweitung des jährlichen Forschungsbudgets im Ökolandbau, die Weiterentwicklung des Leitfadens Tierwohl im Ökolandbau sowie eine Förderung des Angebotes an Vorleistungen für die ökologische Produktion, insbesondere regionale Futtermittel, Saatgut, Pflanzmaterial und Jungtiere. Die Länderagrarminister möchten frühzeitig bei der Entwicklung eines nationalen Ökoaktionsplans einbezogen werden und verweisen darauf, den nationalen Aktionsplan mit den von einigen Bundesländern schon vorgelegten Aktionsplänen so zu verknüpfen, dass Synergieeffekte entstehen. Zudem müsste geprüft werden, inwiefern die von Nachbarstaaten wie Frankreich, Dänemark und Österreich angebotenen Maßnahmen auf Deutschland übertragen werden können.

Demeter formiert bundesweite Beratung neu

(15.04.2015) Die deutschen Demeter-Länderorganisationen und der Demeter-Bundesverband haben im Rahmen ihrer Frühjahrstagung in Schwerin den Verein Demeter Beratung gegründet. Bislang wurde die Beratung des Ökoverbands in den Bundesländern unterschiedlich organisiert. Unter dem neuen Dach wurden die Mittel insgesamt aufgestockt und das Angebot für die Landwirte erweitert. Neben der Basisberatung werden die Demeterlandwirte nun stärker durch eine produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Fachberatung in ihrer betrieblichen Entwicklung unterstützt. Das Beraternetz könne nach Angaben des Verbands durch die neue Form bundesweit besser genutzt werden und die eigene Qualitätsarbeit fördern, beispielsweise im Hinblick auf eine Betriebsumstellung, biodynamische Präparate oder die biodynamische Züchtung bei Pflanze und Tier. Als Vorstände des neuen Vereins wurden die Geschäftsführerin von Demeter Bayern, Katrin Grünwald, und Demeter-Abteilungsleiter Michael Olbrich-Majer gewählt.

Konferenz gentechnikfreier Regionen

(15.04.2015) Vom 06. - 08. Mai findet in Berlin die Konferenz gentechnikfreier Regionen statt. Gentechnikkritische Organisationen, Wissenschaftler, Ökonomen, Unternehmen und Regionalregierungen aus ganz Europa treffen sich mit Gästen aus der ganzen Welt, um über aktuelle Herausforderungen zu sprechen und gemeinsame Zukunftsstrategien in der Landwirtschaft zu diskutieren. Schwerpunkte auf der Konferenz 2015 sind nationale Anbauverbote in den EU-Staaten, eine europäische Eiweißstrategie, TTIP und CETA, neue Gentechnikverfahren, gentechnische Verunreinigungen von Saatgut und Lebensmitteln, die Gentechnikoffensive in Afrika und neue Bewegungen in den USA. Die Konferenz wird in dieser Form zum ersten Mal durchgeführt und beinhaltet Plenarsitzungen, Vorträge und verschiedene thematische Workshops.

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Neue Ausgabe der Ökologie & Landbau: Ökozüchtung

(09.04.2015) Der Biolandbau mit seinen besonderen Bedingungen erfordert angepasste Pflanzensorten und Tierrassen. Bisher verlässt sich die Ökobranche dabei auf die Züchtungsaktivitäten konventioneller Unternehmen. Doch die extreme Monopolbildung in der internationalen Saatgut- und Tierzuchtbranche führt vor Augen, wie wichtig es ist, eigene Züchtungsstrukturen aufzubauen, um sich von Abhängigkeiten zu befreien. In der aktuellen Ausgabe der Ökologie & Landbau wird aufgezeigt, wie sich eine eigenständige Ökopflanzenzüchtung finanzieren ließe, wie es um die Züchtung eines (rentablen) Zweinutzungshuhns steht und welche Argumente für oder gegen eine Zucht auf Hornlosigkeit bei Rindern sprechen.

Demonstrationsbetriebe für Netzwerk Ökologischer Landbau gesucht

(09.04.2015) Biobetriebe sind aufgerufen, sich bis zum 08. Mai für die Aufnahme in das Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau zu bewerben. Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft erklärte, werden Biolandwirte gesucht, die auf ihrem Betrieb die Besonderheiten des ökologischen Landbaus praxisnah vorstellen möchten. Ziel des Netzwerkes sei es, das Wissen und den Austausch unter Verbrauchern und Fachleuten zu verbessern. Dafür verpflichteten sich die Mitgliedsbetriebe, mindestens vier Veranstaltungen pro Jahr anzubieten. Das könnten zum Beispiel Betriebsbesichtigungen, Feldtage oder Feste zu speziellen Themen sein. Für alle Aktionen erhielten die Betriebe eine angemessene Aufwandsentschädigung. Grundsätzlich könnten sich alle landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betriebe bewerben, die seit mindestens zwei Jahren als ökologisch wirtschaftender Betrieb zertifiziert sind. Koordiniert wird das Projekt vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

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Schmidt will Tötung von Eintagsküken beenden

(08.04.2015) Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt drückt beim angekündigten Ausstieg aus der Tötung von männlichen Eintagsküken aufs Tempo: Bis Ende 2016 werde ein Prototyp zur Geschlechtsbestimmung im Ei vorliegen. In einem Verbundforschungsprojekt der Universitäten Dresden und Leipzig wird derzeit an einer spektroskopischen Geschlechtsbestimmung im Hühnerei geforscht. Für Minister Schmidt steht außer Frage, dass die In-Ovo-Geschlechtsbestimmung funktioniert. Jetzt gehe es darum, mit aller Kraft die Praxisreife voranzutreiben. Mit dem in Aussicht stehenden Gerät werde das Geschlecht im nur drei Tage bebrüteten Ei bestimmt, und die Eier könnten entsprechend automatisch sortiert werden. Die Ei-Diagnostik sei ein Innovationspfad, den die Geflügelwirtschaft beschreiten müsse, so der der BÖLW-Vorsitzende Dr. Felix Prinz zu Löwenstein. Allein auf großtechnische Verfahren beim Selektieren von Eiern zu setzen, genüge jedoch nicht. Es müsse darüber hinaus massiv in Züchtungsforschung - wie die der Zweinutzungsrassen - investiert werden, um Lösungen für die Aufzucht und Nutzung der männlichen Tiere zu finden. Jährlich werden in Deutschland zwischen 40 bis 50 Millionen männlicher Kücken getötet.

EU-Ökoverordnung: Rücksstandsgrenzwerte weiter in der Diskussion

(07.04.2015) Die europäischen Landwirtschaftsminister sind weiter uneins, wie mit geringfügigen Rückständen nicht zugelassener Stoffe in Bioprodukten umgegangen werden soll. Beim Agrarrat Ende März in Brüssel schlossen sich unter anderem Deutschland, Finnland, Schweden, Ungarn und Frankreich einem Kompromissvorschlag von Großbritannien an: Danach sollen keine Grenzwerte festgelegt werden, ab denen ein Produkt automatisch den Biostatus verlieren würde. Vielmehr soll im Fall einer Verunreinigung geprüft werden, ob der Eintrag unvermeidlich war und ob es sich um ein einmaliges Vorkommnis oder ein wiederholtes Problem des Betriebs handelt. Erst in Abhängigkeit einer solchen Untersuchung würden eventuell Sanktionen wie die Aberkennung des Biostatus ergriffen. Tschechien, die Slowakei und andere pochten hingegen darauf, dass der Verbraucher ein rückstandsfreies Bioerzeugnis erwarte.

Alnatura-Initiative unterstützt Biobetriebe bei der Umstellung

(18.03.2015) Das Handelsunternehmen Alnatura will durch finanzielle Unterstützung die Umstellung auf Ökolandbau fördern. Mit der neuen "Bio-Bauern-Initiative" soll über das Förderprogramm "Mehr Agrarökologie!" des Deutschen Naturschutzrings (DNR) die Umstellung erleichtert werden. Hierfür legt Alnatura mit einer Spende von 400.000 Euro den Grundstein. Für die künftige Förderung fließe ab dem kommenden Sommer von ausgewählten Alnatura-Produkten jeweils 1 Cent je verkaufter Packung als Spende in das Programm des DNR. Ein unabhängiger Expertenbeirat des DNR bewerte die Bewerbungen von Landwirtschaftsbetrieben, besuche diese und schlage Kandidaten vor, erläuterte Alnatura. Voraussetzung für die Förderung sei, dass der gesamte Betrieb auf die Ökoproduktion umgestellt werde und nach deren Richtlinien mindestens fünf Jahre bewirtschaftet werde. Außerdem sei die Mitgliedschaft in einem anerkannten deutschen Bioanbauverband erforderlich. Interessierte Bauern können sich selbst um eine Förderung bewerben, aber auch Vorschläge von Alnatura Kunden oder Mitgliedern der DNR-Organisationen werden angenommen und dem Beirat zur Bewertung vorgelegt.

Niederlande legen bei der Ausfuhr von Bioprodukten zu

(08.03.2015) Der Wert der niederländischen Ausfuhren an Bioprodukten ist im vergangenen Jahr um 102,6 Millionen Euro oder 12,4 Prozent gestiegen. Davon entfielen allerdings 64 Prozent auf Reexporte, was die Funktion des Landes als Drehscheibe für den internationalen Handel mit Bioprodukten verdeutlicht. Dies geht aus einer aktuellen umfragebasierten Trendstudie hervor, die der holländische Dachverband Bionext angefertigt hat. Wichtigster Auslandskunde war Deutschland mit einem Anteil von 41 Prozent an den gesamten holländischen Bioausfuhren. Dabei stellten insgesamt Kartoffeln, Obst und Gemüse bei den Lieferungen nach Deutschland die wichtigste Produktgruppe dar. In Deutschland, dem nach Ansicht der Niederländer nach wie vor aussichtsreichsten Markt, steige der Bedarf. Hier sei allerdings eine zunehmende Zweiteilung des Marktes zu beobachten und zwar in die Segmente "günstige Discountware" und "Verbandsware." Als Risiken für den Ökobereich nennen die Unternehmen laut Bionext den europaweiten Trend zu einer regionalen Erzeugung.

Grünen-Antrag zur Agrarwende sorgt für Zündstoff

(10.03.2015) Mit teilweise scharfer Kritik haben Politiker von Union und SPD auf die Grünen-Forderung nach einer Agrarwende reagiert. Der Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen "Sofortmaßnahmen für die Agrarwende - für eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft und gutes Essen" soll insbesondere dem anhaltenden Strukturwandel begegnen. Antibiotikaeinsatz und Missstände in der Tierhaltung, Monokulturen, Rückgang der Artenvielfalt und Nitratbelastungen des Trinkwassers sind dabei nur die offensichtlichsten Punkte der Auseinandersetzung. Vorgeworfen wird den Grünen bei ihrem Antrag, dass es sich dabei um einen Pauschalangriff auf die Landwirtschaft handele. Der CDU mangele es am Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Problemen. Seitens der SPD-Fraktion gab es den Einwand, die Grünen schürten mit ihrem Antrag Ängste und stellten hunderttausende Landwirte an einen ideologischen Pranger. Demgegenüber kritisierte Grünen-Fraktionschef Dr. Anton Hofreiter fehlenden politischen Willen der Regierungsfraktionen und insbesondere des CSU-geführten Bundeslandwirtschaftsministeriums. Die Koalition tue nichts gegen den anhaltenden Strukturwandel in der Landwirtschaft und den Verlust bäuerlicher Existenzen.

Briten geben mehr Geld für Bioprodukte aus

(10.03.2015) Das Umsatzwachstum von Bioprodukten in Großbritannien hat sich im vergangenen Jahr beschleunigt. Wie die Soil Association - die Dachorganisation des Biosektors - mitteilte, stiegen die Erlöse dieser Warengruppe 2014 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf umgerechnet 2,53 Milliarden Euro. Dagegen verringerten sich für konventionelle Lebensmittel die Verbraucherausgaben im Berichtsjahr um 1,1 Prozent. Wichtigstes Biosegment waren 2014 Milchprodukte, auf die 27,9 Prozent der britischen Ausgaben für Ökoerzeugnisse entfielen. Derweil schrumpfte der Markt für konventionell erzeugte Milchprodukte um drei Prozent. Die Erlöse für Bioeier und -geflügelfleisch nahmen gegenüber 2013 um 15,8 Prozent beziehungsweise 8,2 Prozent zu. In der Biobranche verspüre man deshalb grundsätzlich eine positive Stimmung: Fast zwei Drittel der führenden britischen Biounternehmen erwarteten auch für das laufende Jahr eine Zunahme der Umsätze.

Traineeprogramm Ökolandbau: bis 30.04.2015 als Unternehmen bewerben

(10.03.2015) Noch bis zum 30. April können sich interessierte Firmen bewerben, die eine Nachwuchskraft aus dem Traineeprogramm Ökolandbau ab November 2015 beschäftigen möchten. Das Ausbildungsangebot geht in diesem Jahr in die 13. Runde und wird über die FiBL Projekte GmbH abgewickelt. Die Absolventen sammeln dabei nicht nur erste Berufserfahrungen in verschiedenen Unternehmen der Biobranche. Während vier überbetrieblicher Seminarwochen werden zusätzlich Managementmethoden, Sozialkompetenz und Fachthemen des Ökolandbaus vermittelt. Durch den Austausch untereinander profitieren die Teilnehmenden zudem von einem starken Netzwerk. Hilfreich ist außerdem das große Spektrum an Ausbildungsbetrieben, wodurch die Absolventen von Anfang an lernen, unterschiedliche Perspektiven etwa vom Erzeuger, Verarbeiter und Händler einzunehmen. Das Traineeprogramm wird im Auftrag des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) durchgeführt. Ab dem 1. Juni läuft das Bewerbungsverfahren für Trainees.

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Über 1.000 Bio-Untermehmen haben "Nürnberger Erklärung" unterzeichnet

(09.02.2015) Die auf der Biofach vorgestellte "Nürnberger Erklärung" fordert eine schrittweise Weiterentwicklung der EU-Öko-Verordnung und keine Totalrevision, wie sie von der EU-Kommission vorgeschlagen wurde. Neben den Verbänden als Erstunterzeichner sind nun weit über 1.000 Biounternehmen dem Aufruf gefolgt und haben die Erklärung ebenfalls unterschrieben. Martin Häusling - der Berichterstatter des Europäischen Parlamentes für die Revision der EU-Ökoverordnung - begrüßt die "Nürnberger Erklärung", die die Defizite des Vorschlags der EU-Kommission klar benennt. Gesetzesänderungen solle es nur dort geben, wo es tatsächlich notwendig ist und es einen Nutzen für Betriebe und Verbraucher gibt.

Erste Öko-Jungwinzertagung ein voller Erfolg

(09.03.2015) Über die Praxis des ökologischen Weinbaus sowie innovative Vermarktungs- und Kommunikationskonzepte haben sich Ende Februar insgesamt 40 Winzer auf einer speziell für den Nachwuchs organisierte Tagung informiert. Die vom Bundesverband Ökologischer Weinbau (Ecovin) ausgerichtete Veranstaltung vermittelte unter anderem den "sanften Rebschnitt" als Ansatz zur langfristigen Gesunderhaltung der Rebe sowie die Grundlagen der Kompostierung. Vertreter mehrerer Startup-Unternehmen der Weinbranche schilderten ihren erfolgreichen Gründungsverlauf und erörterten den Stellenwert des Internets und der neuen Medien für die erfolgreiche Vermarktung. Inspiriert durch den Erfolg der Öko-Junglandwirtetagung, die von der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgerichtet wird, äußerten die Teilnehmer den Wunsch nach einer Wiederholung der Veranstaltung. Die Jungwinzertagung wurde vom Bundeslandwirtschaftsministerium im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) gefördert.

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Französische Landwirte weiten Ökoanbau aus

(05.03.2015) In Frankreich ist der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche weiter gestiegen. Wie die l'Agence bio Mitte Februar mitteilte, nahm die zertifizierte Ökofläche - inklusive der Flächen im Umstellungsprozess - für 2014 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf rund 1,1 Millionen Hektar zu. Elisabeth Mercier, Direktorin von l'Agence-bio, stellte fest, dass die Branche in Bewegung sei: Ihren Angaben zufolge steigerten die französischen Landwirte 2014 das Biomilchaufkommen um 7,7 Prozent, die Biorindfleischproduktion um 15 Prozent, die Erzeugung von Biomasthühnern um 10 Prozent und die Menge an Bioeiern um 7 Prozent. Laut Angaben der staatlichen Interessenvereinigung konzentrieren sich innerhalb der Europäischen Union 61 Prozent der ökologisch bewirtschafteten Flächen auf sechs Mitgliedstaaten: Der Größe nach sind dies Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Polen und Großbritannien. Insgesamt belief sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche in der EU 2014 auf 10,3 Millionen Hektar.