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(28.08.2008) Die aktuellen Marktforschungsdaten zur Umsatzentwicklung auf dem deutschen Öko-Markt bestätigen ein weiteres Wachstum des Öko-Marktes im ersten Halbjahr 2008. Im Vergleich zum ersetn Halbjahr des letzten Jahres ergibt sich jedoch nur ein geringes Umsatzplus von 3,5 Prozent. Die Gründe dafür können nicht eindeutig auf die Kaufunlust von Verbrauchern oder die steigenden Preise allein zurückgeführt werden, sondern dürften zu einem erheblichen Teil auch auf Angebotsengpässen beruhen. Prof. Dr. Ulrich Hamm, Universität Kassel, und Markus Rippin, Agromilagro, beschreiben die Marktforschungsdaten zu verschiedenen Warengruppen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und im Naturkosthandel. Sie legen ihre Einschätzungen zu Frische, Rohstoffversorgung, Wachstumstrend und Kaufgründen dar. Die Daten wurden im Auftrag der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt.
(27.08.2008) Für den BioFach Kongress 2009 können bis zum 11. September 2008 Vorschläge für Fachbeiträge eingereicht werden. Die BioFach 2009 findet vom 19. bis 22. Februar 2009 in Nürnberg statt. Der begleitende Kongress dient der Branche, die relevanten (Zukunfts-)Themen zu diskutieren. Wohin entwickelt sich die Branche? Welche Trends gibt es, welche Zielsetzungen und Strategien sind erfolgversprechend? Neben dem nationalen und internationalen Bio-Markt sind Fachhandel, Naturtextilien sowie Fairness & Ethik im Handel Schwerpunktthemen des Kongresses. Im Fachforum Wein geht es um Themen rund um den ökologischen Weinbau und im Forum Vivaness steht die Naturkosmetik im Blickpunkt.
(22.08.08) In ihrer Hauptversammlung hat die basic AG einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Als Arbeitnehmervertreter ist Erich Adams und als Vertreter der Anteilseigner sind Frank Dieter Maier (Vorsitzender) und Giancarlo Bianciardi Mitglieder des Aufsichtsrates. Des Weiteren wurde eine signifikante Kapitalerhöhung beschlossen, um die basic AG wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Auch im operativen Management hat es einen Wechsel gegeben: Josef Spanrunft hat sein Amt als Vorstand niedergelegt. Für eine Übergangszeit ist Joachim Kreuzburg zum Vorstandsvorsitzenden bestellt worden.
(19.08.2008) Bioland und der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) fordern eine angemessene Entschädigung für Imker. Im Frühjahr dieses Jahres kam es in Baden-Württemberg zur bisher größten dokumentierten Bienenvergiftung Deutschlands. Als Ursache wurde der Wirkstoff Clothianidin identifiziert, der in dem Mais-Beizmittel Poncho der Firma Bayer enthalten ist. Weit über 11.000 Bienenvölker waren betroffen. Die Landesregierung hatte den Imkern eine Frist bis zum 15. August 2008 gesetzt, um die Pauschalentschädigung von ca. 150 Euro pro geschädigtem Bienenvolk von Bayer anzunehmen und damit auf weitere Forderungen zu verzichten. In ähnlich gelagerten Vergiftungsfällen der Vergangenheit wurden den Imkern von den Versicherungen über 500 Euro pro Bienenvolk zugesprochen. Diese Fristsetzung bemängeln Bioland und DBIB als zu kurz und außerdem in eine Zeit mit hohen Arbeitsspitzen in der Berufs- und Erwerbsimkerei fallend. Sie fordern daher von Minister Hauk, den Imkern mindestens bis zum 30. September 2008 Zeit zu geben, um auch andere Optionen, einschließlich des Rechtsweges, zu prüfen.
(18.08.2008) Das Testzentrum Lebensmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat seine Internationale Qualitätsprüfung für Bio-Produkte 2008 ausgeschrieben. Anmeldeschluss ist der 6. Oktober 2008. Die Prüfung ist nach Angaben der DLG der führende Spezialtest für Lebensmittel aus ökologischem Landbau in Deutschland und verzeichnet stetig wachsende Teilnehmerzahlen. Im letzten Jahr sind rund 900 Produkte getestet worden. Dabei beurteilen erfahrene Bio-Experten die Produkte hinsichtlich ihrer sensorischen Qualität, ergänzt durch produktspezifische Laboranalysen. Um sich am Bio-Markt als Qualitätsanbieter zu profilieren, gewännen Differenzierungskriterien an Bedeutung, so die DLG. Deshalb stehe die sensorische Bewertung der Lebensmittel im Mittelpunkt der Tests.
(14.08.2008) Deutschlandweit ist die Erzeugung von Bio-Milch im vergangenen Jahr um durchschnittlich 4,7 Prozent gestiegen. In Bayern stieg die Produktion mit neun Prozent Zuwachs am stärksten an. Darauf hat der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller bei einem Besuch der Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG hingewiesen. Der Anteil der Bio-Milch an der gesamten Milchproduktion liegt bundesweit bei 1,5 Prozent. Nach Aussage Millers haben sich auch die Erzeugerpreise für Bio-Milch im vergangenen Jahr gegenüber konventioneller Milch deutlich verbessert. Im Durchschnitt wurde dabei ein Mehrerlös von rund sieben Cent pro Kilo erzielt, inzwischen liegt er bis zu 15 Cent über dem Auszahlungspreis für konventionelle Milch.
(12.08.2008) Am 7. August 2008 startete in Gießen die bundesweit erste Bio-Brotbox-Aktion des neuen Schuljahres. Dieses Jahr werden mehr als 185.000 Erstklässler in 14 von 16 Bundesländern eine wiederverwendbare Bio-Brotbox mit Frühstückszutaten in Bio-Qualität erhalten. Das Projekt Bio-Brotbox verfolgt drei Ziele: Jedes Kind soll täglich frühstücken können, das Frühstück soll gesund sein, und die Kinder sollen den Wert einer gesunden Ernährung schätzen lernen. Das Projekt wurde 2002 erstmals initiiert und wächst dynamisch. 25 meist ehrenamtlich tätige Gruppen organisieren die Aktionen, die in ganz unterschiedlichem Umfang in Dörfern, Städten, Landkreisen, Regionen oder flächendeckend in ganzen Bundesländern stattfinden. Finanziert werden die Aktionen privatwirtschaftlich. Zahlreiche Unternehmen der Naturkostbranche und anderer Wirtschaftszweige zeigen als Bio-Brotbox-Unterstützer soziales Engagement in ihrer Region.
(05.08.08) Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall lädt zum Open-Air-Festival "Rock for Nature" ein. Mit nationalen und internationalen Top-Gruppen und Solo-Interpreten soll 40 Jahre nach Woodstock "Rock For Nature" Menschen auf fröhliche Weise zusammenbringen. Vom 22. bis 24. August 2008 soll auf einem 200.000 m² großen Öko-Weizenfeld bei Schwäbisch Hall ein CO2 - neutrales internationales Festival stattfinden, auf dem Künstler wie Joe Cocker, Nena, die Scorpions, Ich + Ich, Roger Hodgson und Wir sind Helden auftreten werden. Auf dem Öko-Open Air Field in Wolpertshausen wurde der Weizen bereits geerntet aus ihm werden die Festivallaibe gebacken. Das Öko-Stroh wurde zu Ballen gepresst als Sitzgelegenheit für die Besucher. Neben den musikalischen und kulinarischen Attraktionen wird es auch ein fachliches Begleitprogramm mit Vorträgen, Foren und Filmen zu den Themen Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und Gentechnik geben.
Infos und Tickets unter:
(04.08.2008) Um Öko-Produkte besser zu vermarkten, kann der Wandel beim Konsumenten in Bezug auf Werte, Produktansprüche und Kaufgründe genutzt werden. Zu diesem Fazit kommt eine neue Marketingstudie, die Markus Rippin vom Marktforschungsunternehmen "Agromilagro research" in Zusammenarbeit mit Prof. Ulrich Hamm vom Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel jetzt veröffentlicht hat. Bio-Produkte stünden für Werte, nach denen ein wachsender Teil der Konsumenten in Deutschland derzeit suche. Der Verbraucher wolle jedoch 100 % Öko und keine Kompromisse. Die Auswertung von 120 internationalen Studien habe gezeigt, dass bei den Verbrauchern Misstrauen gegenüber Öko-Versprechen bestehe. Daher sollten alle Unternehmen, die Bio-Produkte erzeugten, verarbeiteten oder handelten, den Kunden vor allem Glaubwürdigkeit vermitteln. Das sei die Basis, auf der alle übrigen Marketinginhalte wie Gesundheit, Genuss und Gerechtigkeit aufgebaut werden könnten.