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(24.06.2008) Auf der Generalversammlung der internationalen Dachorganisation des ökologischen Landbaus IFOAM vom 21. bis 23. Juni 2008 in Vignola/ Italien sind der Weltvorstand (World board) und der Exekutivvorstand (Executive Board) neu gewählt worden. 344 Stimmen wurden abgegeben, was eine Wahlbeteiligung von 60 Prozent bedeutet. In den Weltvorstand wurden folgende zehn Mitglieder gewählt: Katherine DiMatteo aus den USA, Jacqueline Haessig Alleje von den Philippinen, Moses Kiggundu Muwanga aus Uganda, Masaya Koriyama aus Japan, Ong Kung Wai aus Malaysia, Andre Leu aus Australien, Urs Niggli aus der Schweiz, Fabio Piccioli aus Italien, Vanaja Ramprasad aus Indien und Roberto Ugas aus Peru. Unter ihnen wurde der neue Exekutivvorstand gewählt. Die zwei Vizepräsidenten sind Roberto Ugas und Urs Niggli und die neue IFOAM-Präsidentin ist Katherine DiMatteo. Vor der Generalversammlung hatte vom 16. bis 20. Juni 2008 der 16. IFOAM Organic World Congress stattgefunden. Mehr als 1700 Teilnehmer aus 108 Ländern trafen sich in Modena/ Italien und diskutierten dringliche Themen, wie Humanität, Biodiversität, Ernährungssicherheit, Saat-, Pflanz- und Erntetechnik, Marktchancen, Nachweismethoden und technische Neuerungen. Der 17. Weltkongress und die Generalversammlung werden 2011 in Südkorea stattfinden.
(18.06.2008) Das erste bundesweite Seminar zum Thema Bio-Kaninchenhaltung am 29. Mai 2008 ist auf großes Interesse gestoßen. Rund 30 Personen nahmen an der Veranstaltung teil, die von der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) organisiert und gemeinsam mit Bioland durchgeführt wurde. Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen zum Nutztier Kaninchen, stand der intensive Austausch praktischer Erfahrungen zwischen den Teilnehmern im Vordergrund. Dabei zeigte sich, dass das Kaninchen zwar aus verschiedenen Gründen sehr gut zur biologischen Landwirtschaft passt, die praktische Bio-Kaninchenhaltung jedoch noch ganz am Anfang steht. Das liegt unter anderem daran, dass die artgerechte Haltung von Kaninchen relativ anspruchsvoll ist und auch Fütterung, Zucht und Krankheitsprophylaxe viel Fachwissen erfordern. Die wichtigsten Ergebnisse des Tages waren so auch, dass eine kommerziell ausgerichtete Bio-Kaninchenhaltung derzeit noch viel Pioniergeist erfordert, es in allen Bereichen zahlreiche offene Forschungsfragen gibt und aussagekräftige Kennzahlen für die Wirtschaftlichkeitsberechnung noch nicht vorliegen. Für die Zukunft forderten die Teilnehmer weitere Veranstaltungen und Projekte zum Thema Bio-Kaninchenhaltung sowie die Bildung eines Netzwerks für den Erfahrungsaustausch.
(09.06.2008) Das Forum Fairer Handel, Netzwerk der Organisationen und Akteure des Fairen Handels in Deutschland, veranstaltet vom 15. bis 28. September 2008 die Faire Woche 2008. Unter dem Motto "Doppelt gut! Bio im Fairen Handel" sind Weltläden, Supermärkte, Verbände, Kantinen und Schulen aufgerufen, sich mit lokalen Veranstaltungen zum Fairen Handel einzubringen. Das Motto soll verdeutlichen, dass sich der Faire Handel und die ökologische Landwirtschaft gegenseitig verstärken. Auch wenn der Faire Handel in erster Linie für wirtschaftliche und soziale Sicherheit und Gerechtigkeit steht, arbeitet er schon seit vielen Jahren so umweltverträglich und ökologisch wie möglich. Denn die Umstellung auf Öko-Landbau ermöglicht den Erzeugern gesunde Arbeitsbedingungen und bietet neue Absatzperspektiven. Seit über 20 Jahren gibt es Kooperationen zwischen dem Fairen Handel und der ökologischen Landwirtschaft. In den letzten Jahren ist die Anzahl von fair gehandelten Bio-Produkten in Weltläden und Supermärkten deutlich gestiegen: Bananen, Kaffee, Kakao, Reis, Wein und Zucker sind hierfür gute Beispiele. Ihr Anteil liegt derzeit bei über 70 Prozent. Die Faire Woche 2008 hat sich zum Ziel gesetzt, fair gehandelte Bio-Produkte noch stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Im Internet können Organisationen, die sich beteiligen möchten, ihre Veranstaltungen in den Aktionskalender der Fairen Woche eintragen und kostenfreie Aktionsmaterialien bestellen.
Näheres: www.faire-woche.de
(06.06.2008) Zum sechsten Mal schreibt die Universität Kassel den Förderpreis Ernährungskultur aus, gestiftet von der Johannes Fehr GmbH & Co. KG. Bewerbungen können bis zum 1. September 2008 eingereicht werden. Durch diesen Preis sollen deutschsprachige wissenschaftliche oder praxisorientierte Arbeiten gefördert werden, die einen herausragenden Beitrag zur Erforschung und Verbreitung einer nachhaltigen, zukunftsweisenden Lebensmittelerzeugung und Ernährung leisten und den von der Jury formulierten Leitgedanken zur Ernährungskultur entsprechen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Preisträger können als Einzelperson oder als Team bedacht werden. Vorschläge und Bewerbungen erfolgen durch einen Antrag, indem deutlich gemacht wird, worin im Projekt der Bezug zu den Leitgedanken der Ernährungskultur zu sehen ist. Eine Kurzfassung des Projektes ist dem Antrag beizulegen. Da in den letzten Jahren vorwiegend Praxisbeispiele ausgezeichnet wurden, fordert die Jury in diesem Jahr explizit junge Wissenschaftler auf, Forschungsarbeiten einzureichen.
Näheres: Förderpreis Ernährungskultur
(03.06.2008) Nach Abschluss der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die Biologische Vielfalt hat der NABU eine überwiegend ernüchternde Bilanz gezogen. Bereits vor vier Jahren hatte die Staatengemeinschaft beschlossen, mehr Schutzgebiete einzurichten und dafür ausreichend Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Außer Deutschland und Norwegen hat sich hierbei bis heute kein einziger der reichen Industriestaaten beteiligt, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Als positiv wertete der NABU die Verabschiedung von Kriterien für marine Schutzgebiete auf hoher See, jedoch seien weder konkrete Beschlüsse zum Stopp der illegalen Abholzung der Regenwälder noch zum umwelt- und sozialverträglichen Anbau von Agrotreibstoffen beschlossen worden. Zwei der brennendsten Probleme für die biologische Vielfalt sind damit auf die Folgekonferenz 2010 in Japan verschoben worden, wir verlieren wertvolle Zeit im Kampf gegen das Artensterben, so Tschimpke. Der NABU forderte die Europäische Union erneut auf, ihre Beimischungsquote von zehn Prozent zu streichen. Erst wenn der Anbau nachhaltig erfolge, dürften Beimischungsziele festgelegt werden. Die Rolle Deutschlands als Gastgeber der Konferenz bewertete der NABU positiv. Die Bundesregierung habe mit der fairen Beteiligung von Naturschutzverbänden und Indigenen, sowie insbesondere mit den von Bundeskanzlerin Merkel angekündigten Finanzmitteln für den globalen Schutz der Wälder hohe Maßstäbe gesetzt. Zugleich wurde von der Kanzlerin auch das EU-weite Schutzgebietsnetz Natura 2000 als europäischer Beitrag zum weltweiten Naturschutz hervorgehoben. Der NABU äußerte die Hoffnung, dass die vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld der Konferenz auch dem Naturschutz in Deutschland zugute komme. Es gelte nun, diesen "Geist von Bonn" auch bei der Umsetzung der nationalen Biodiversitätsstrategie in Ländern und Kommunen zu nutzen und den Worten Taten folgen zu lassen.
Näheres: NABU-Pressemeldung
(02.06.2008) In einem neuen Internetportal www.hofgründer.de bietet die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gebündelt Informationen zu Existenzgründungen und außerfamiliäre Hofübergaben in der Landwirtschaft an. Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft will damit potenziellen Existenzgründern und Landwirten ohne innerfamiliäre Hofnachfolge helfen. Dramatischer Hintergrund für die Entwicklung von hofgründer.de ist, dass bei zwei Drittel aller landwirtschaftlichen Betriebe die Hofnachfolge ungesichert oder nicht vorhanden ist. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche junge, ausgebildete Landwirte ohne Hof, die den Einstieg in die praktische Landwirtschaft wagen möchten. Beiden Seiten fehlen bislang die Informationsmöglichkeiten. Die Internetplattform bietet detaillierte Informationen: Von der Erstellung eines Geschäftsplanes über Fördermöglichkeiten bis hin zur Darstellung sozialer Prozesse bei der Hofübergabe. Daneben werden Termine für Seminare und Veranstaltungen zum Thema bekannt gegeben. Das Internetportal ist das Erste seiner Art und wird in Zukunft mit einer Hofdatenbank sowie weiteren Fakten und Funktionen erweitert. Die Homepage konnte mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) und I-CON realisiert werden.
Näheres: www.hofgruender.de und Pressemeldung