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(27.04.2009) Bei der European Seafood International, der größten internationalen Fischfachmesse vom 28. - 30. April in Brüssel, präsentiert Naturland die neue Studie "Organic Aquaculture 2009 - Production and Markets". Sie informiert umfassend über den weltweit aktuellen Stand der ökologischen Aquakultur. Erstmals wird damit eine globale Bestandsaufnahme zu Produktion, Marktentwicklung und Richtlinien vorgelegt. Laut Naturland ist der Marktanteil von Öko-Fisch in den vergangenen Jahren rasant gewachsen, weil die Nachfrage von Handel und Verbrauchern zunimmt. Der Verband hatte bereits Mitte der neunziger Jahre damit begonnen, Richtlinien für die ökologische Aquakultur zu entwickeln. Sie vereinen ökologische, soziale und ökonomische Aspekte. Mittlerweile produzieren Aquafarmen in mehr als zwanzig Ländern nach diesen Richtlinien.
(23.04.2009) Der australische Bio-Verband Biological Farmers of Australia (BFA) wird in Kürze mit den Erhebungen für die zweite Ausgabe seines 'Australian Organic Market Report' beginnen. Laut einer Meldung von bio-markt.info wurde der Bericht 2008 zum ersten Mal herausgegeben und legte erstmals die Daten und Zahlen für den australischen Bio-Markt offen. Der Report soll alle zwei Jahre die Strukturdaten für den Öko-Sektor sammeln, um Produzenten und Vermarktern Hilfestellung beim Monitoring und der Planung für die zukünftige Entwicklung zu geben. Australien hat weltweit die größte Bio-Anbaufläche. Im Jahr 2007 betrug die ökologisch bewirtschaftete Fläche laut dem Bericht The World of Organic Agriculture insgesamt 12 Millionen Hektar, was 2,7 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landes entspricht.
(15.04.2009) Umweltorganisationen und Bio-Verbände begrüßen die Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den Anbau des Gentechnik-Mais MON 810 in Deutschland zu verbieten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sieht in dem Aussaatverbot einen großen Erfolg des jahrelangen Engagements von Umweltorganisationen und Öko-Anbauverbänden. Die Entscheidung sei ein überfälliger und richtungsweisender Schritt hin zu einer gentechnikfreien Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) bezeichnete das Verbot als einen Etappensieg der Vernunft. Für die Fördergemeinschaft ökologische Landwirtschaft (FÖL) zeigt sich dadurch, dass sich auch die Politik nicht dauerhaft vor die Interessen einzelner Konzerne stellen kann, wenn die Agro-Gentechnik von einer überwältigenden Mehrheit in der Bevölkerung abgelehnt wird. Die Verbände fordern nun, dass die Bundesregierung sich in der EU auch der Zulassung weiterer Gen-Mais-Sorten widersetzen müsse.
(14.04.2009) Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner hat heute Morgen eine Schutzklausel verhängt, die den Anbau von Mon 810 in Deutschland verbietet. Wie Aigner heute auf einer Pressekonferenz in Berlin mitteilte, wird mit der Verhängung der Schutzklausel gegenüber der Firma Monsanto durch das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) das Ruhen der Genehmigung von MON810 angeordnet. Damit ist jeder Anbau und jeder weitere Verkauf von Saatgut von Mais der Linie MON810 unzulässig. "Die Bundesländer werden umgehend über diese Maßnahme informiert und werden die Einhaltung des Verbots überwachen", so Ministerin Aigner.
(09.04.2009) Das Europäische Parlament (EP) hat Anfang April einem Gesetzentwurf zugestimmt, der den Verwendungsbereich des EU-Umweltzeichens auf weitere Produkte, wie z.B. verarbeitete Lebensmittel, ausweiten soll. Laut einer Pressemitteilung des Parlaments muss die Festlegung von verlässlichen Kriterien für die Umweltverträglichkeit von Lebensmittel- und Futtermittelerzeugnissen jedoch noch geprüft werden. Nach der neuen Verordnung sollen Lebensmittel nicht nur nach ihrem Verarbeitungsprozess bewertet werden, sondern auch nach ihrem Lebenszyklus inklusive des Transports. Ausserdem wird erwogen, das Label nur an zertifizierte Öko-Erzeugnisse zu verleihen. Die EU-Gruppe der Internationalen Vereinigung Ökologischer Landbaubewegungen (IFOAM) und der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) lehnen die Vergabe des Siegels an Lebensmittel ab, denn die Kennzeichnung von konventionellen Lebensmitteln mit dem Attribut "Eco" ist mit der EU-Öko-Verordnung nicht vereinbar und irreführend für die Verbraucher. Derzeit tragen über 3.000 Produkte in 23 verschiedenen Produktgruppen das seit 1992 existierende Eco-Label, in Deutschland z.B. Textilien, Elektrogeräte oder Papier.
(07.04.09) Mit dem Schwerpunktthema "Öko-Landbau - gestern, heute & morgen" erscheint die Zeitschrift ÖKOLOGIE & LANDBAU Anfang April 2009 zum 150. Mal. In dieser Jubiläumsausgabe wird der Frage nachgegangen, was die Bio-Branche erfolgreich macht und was aus der Motivation, den Idealen und der Leidenschaft geworden ist, die dazu führten, dass sich der Öko-Landbau etablieren konnte. ÖKOLOGIE & LANDBAU zieht Bilanz und wagt einen Blick in die Zukunft: Wie wichtig waren und sind Glaubwürdigkeit und feste Grundsätze? Wohin entwickelt sich der Bio-Landbau, welche Qualitätsansprüche und Werte spielen dabei eine Rolle - und welchen Beitrag zur Entwicklung konnte die Stiftung Ökologie & Landbau leisten? Dazu gibt es eine Rückschau auf 32 Jahre ÖKOLOGIE & LANDBAU - die unabhängige Fachzeitschrift für ökologische Landwirtschaft.
(06.04.09) Das Online-Netzwerk Campact, der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben eine Studie veröffentlicht, nach der ein Verbot des Gen-Mais MON 810 aufgrund neuer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse geboten und rechtlich machbar sei. Sie forderten von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den Gen-Mais noch vor der Aussaat Mitte April zu verbieten. Der Studie zufolge greifen die bisher praktizierten Ansätze der Risikobewertung zu kurz: Es gibt erhebliche Lücken bei der Einstufung der Risiken des Insektengifts, das in den Mais-Pflanzen gebildet wird. Außerdem werden eine Gefährdung von Bienen, nützlichen Insekten und Gewässer-Ökosystemen sowie eine Auslösung von Immunkrankheiten aufgezeigt. Fünf Staaten Europas haben sich aus diesen Gründen bereits gegen Gentechnik auf dem Acker entschieden. Demnach ist ein Verbot im Rahmen der EU-Freisetzungsrichtlinie möglich.
(02.04.2009) Das europäische Netzwerk für Lehrer und Ausbilder der ökologischen Agrarwissenschaft (ENOAT) ist eine wichtige Antriebskraft für die Verbreitung und Durchführung von Kursen und Ausbildungsprogrammen zu ökologischer Landwirtschaft an europäischen Universitäten. Das Netzwerk, das Mitglieder in 23 Ländern hat, unterstützt den interuniversitären Austausch von Studierenden und Hochschulpersonal und organisiert Workshops zu Lehrmethoden und Sommerkurse zu landwirtschaftlich relevanten Themen. Im Zuge der EU-Erweiterung von 16 auf 27 Mitgliedsstaaten ist es ein besonderes Anliegen der Gruppe, ökologische Landwirtschaft als Lehrstoff und Forschungsgegenstand in die neuen Mitgliedsstaaten hineinzutragen.